Was mich bewegt und innehalten lässt

Erinnerung an das Geschaffene

Meine Familie ist im Besitz eines historischen Albums, das Fotografien von den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen enthält. Es hat die Form eines Buches, ist etwa 44,5 cm breit, gut 28,5 cm tief und zirka 8 cm hoch. Auf 17 gebundenen Seiten mit Goldschnitt, von denen jede etwa 4 mm dick ist, befinden sich 34 Passepartouts mit jeweils einer Fotografie. Der Einband besteht aus einem textilen Material. Der Frontdeckel ist mit Prägungen und einem Messingbeschlag verziert und, wie auch der Rückdeckel, am Rand mit einer Vorrichtung zum Schließen versehen. Auf der Innenseite des Frontdeckels befindet sich eine goldfarbene Prägung mit den Worten „Pachtmann Hoflieferant Dresden Pragerstr. 11“. Mein Ururgroßvater Gustav Wilhelm Bergk, ein gelernter Maschinenmeister, der bei den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen zuletzt als Oberfinanzrat tätig war, erhielt dieses Buch von seinen untergebenen Werkstätten-Oberbeamten als Erinnerung für das unter seiner Leitung Geschaffene. Der Messingbeschlag auf dem Frontdeckel verweist auf den 30. September 1898, den vermutlich letzten Arbeitstag meines Ururgroßvaters. Wenn dem so ist, waren ihm leider nur gut dreieinhalb Jahre verblieben, die Früchte seines Arbeitslebens zu genießen. Mein Ururgroßvater Gustav Wilhelm Bergk, geboren am 30.12.1831 in Zwickau, verstarb am 27.05.1902, im Alter von 70 Jahren, in Dresden. In den Titeln zweier Fotografien des Albums wird eine „Novotny-Bergk’sche Lenkachse“ bzw. eine „Bergk’sche Lenkachse“ erwähnt. Dies lässt die Vermutung zu, dass es sich hierbei um Entwicklungen handelt, bei denen mein Ururgroßvater maßgeblich beteiligt war.

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