Bernd Hartenberger

Hotel Das Hürner Ansbach / 20190907201807

Auf dem Gelände der ehemaligen Hürnerbräu in Ansbach, die zwischen den Jahren 1809 und 1994 ein weit über die bayerischen Grenzen hinweg bekanntes Bier gebraut hatte, eröffnete im Juni 2019 nach gut zweijähriger Bauzeit ein Hotel namens Das Hürner. Das moderne Gebäude, das bei Tageslicht eher unscheinbar wirkt, wird bei Einbruch der Dunkelheit, dann wenn die Außenbeleuchtung eingeschaltet wurde, zu einem echten Hingucker. Für Fotografen, die gerne während der blauen Stunde oder bei Nacht fotografieren, ein lohnendes Motiv.

Bahnhof Rothenburg ob der Tauber / 20190219180934

Am Bahnhof in Rothenburg ob der Tauber geht es ruhig zu. Nur gut einmal pro Stunde fährt eine Regionalbahn von Norden ein um wenige Minuten später wieder dorthin zurückzukehren. Die südlich verlaufenden Gleise führen zu einem Rothenburger Unternehmen und werden selten benutzt. Über den Steinweg hat man ungehinderten Zugang zum Gleisbett. Von dort aus lässt sich das Gebäude mit oder ohne Bahn fotografieren.

Hofbronnengasse Rothenburg ob der Tauber / 20181201171249

Während der Adventszeit ist Rothenburg ob der Tauber ein äußerst beliebtes Reiseziel. Menschen verschiedenster Nationen drängen sich entlang der hölzernen Buden. Es riecht nach würzigem Glühwein, nach gebrannten Nüssen, nach gegrillten Bratwürsten und frisch geschnittenem Tannenholz. Sprachen aller Herren Länder treffen aufeinander und erfüllen die Nacht mit Stimmengewirr. Ein Blasorchester bringt die bekanntesten Weihnachtsmelodien zum Besten. Der Klang einer Glocke verkündet den Beginn der nächsten Karusselfahrt. Bunt beleuchteter Weihnachtsschmuck schickt strahlendes Glitzern über die Menschenmenge. Es wird gestaunt, es wird gekauft, es wird gegessen und getrunken, es wird gelacht und fotografiert. Das alles findet konzentriert im Bereich des Marktplatzes statt. Welch wunderbaren Kontrast bietet da die menschenleere Hofbronnengasse, an deren nördlichem Ende das weihnachtliche Getümmel wahrzunehmen ist.

Wer weiß, dass zuviel Licht zerstört,     
     erkennt des Schattens Sinn und Wert.
Erich Limpach

Dachboden Stadtschloss Herrieden / 20161210085305

Am 10. Dezember 2016 hatten Freunde und ich die Gelegenheit, das Stadtschloss in Herrieden von innen und außen zu fotografieren. Da Teile dieses historischen Baus ziemlich einsturzgefährdet waren, erhielten wir die Schlüssel nur gegen eine Haftungsverzichtserklärung. Um acht Uhr morgens trafen wir uns bei Eiseskälte auf dem Parkplatz vor dem Stadtschloss. Nachdem wir das eiserne Tor passiert und das Gebäude aufgesperrt hatten, löste sich unsere kleine Gruppe schnell auf. Ein jeder ging seinen eigenen Weg, auch deswegen, um nicht gegenseitig im Bild zu stehen. Da mich Dachböden ungemein anziehen, lief ich zielstrebig nach oben. Und obwohl ich mich im Gebäude nicht wirklich auskannte, hatte ich schon wenige Minuten später hölzerne Dielen unter den Füßen. Zunächst schaute ich mit prüfenden Blicken um mich. Durch manche Stellen des Dachs drang Tageslicht. Ein stetiger Luftzug strich mir über das Gesicht und es war keinen Deut wärmer als draußen auf dem Hof. Am Morgen hatte ich glücklicherweise den dicken Wollsocken und Wanderschuhen den Vorzug gegeben. Eine weise Entscheidung. Auf Dachböden mit unklarem Zustand versuche ich mich stets dort zu bewegen, wo Nägel in den Boden geschlagen sind, sich also vermutlich dickere und hoffentlich tragende Balken unter den Dielen befinden. Und so folgte ich auch dieses Mal den genagelten Linien, um von einer Ecke in die andere zu gelangen. Ich war auf der Suche nach einer Aufnahmeposition ohne direktes Gegenlicht. Unweit einer Stelle, an der bereits der Boden eingebrochen war und man in die darunterliegenden Räumlichkeiten schauen konnte, befand sich diese Position. Ungeachtet dessen baute ich mein Stativ auf, montierte den Nodalpunktadapter sowie die Kamera, schloss den Kabelauslöser an und machte unter anderem sechs Aufnahmen, aus denen später dieses Bild entand.

Heizraum / 20161001091712

Am 1. Oktober 2016 besuchten ein Freund und ich verlassene Orte in der Region. Unser erstes Ziel war eine verfallene Brauerei. Leider war der Großteil der Kessel und Geräte bereits abgebaut und der Verwertung zugeführt worden. Nur im ehemaligen Heizraum lohnte sich meines Erachtens das Fotografieren. Das hier gezeigte Bild entstand aus zwei Reihen mit jeweils vier Aufnahmen.

Maxhütte Sulzbach-Rosenberg / 20150516142635

„Stolzer Betrag“, dachte ich mir, als ich gefragt wurde, ob ich an einer geführten Fototour durch das ehemalige Stahlwerk Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg teilnehmen wolle und bereit wäre, dafür 60 Euro Gebühr zu berappen. Die Versuchung war allerdings viel zu groß, als dass ich hätte ablehnen können. Schließlich reicht die Geschichte dieses traditionsreichen Unternehmens bis in das Jahr 1851 zurück. Zur Blütezeit beschäftigte die Maxhütte über 9000 Menschen. Und so freute ich mich, als wir uns am 16. Mai 2015 auf die Spuren der Erzverarbeitung begaben. Das Bild zeigt die Halle mit ihren gewaltigen Hochöfen, deren Größe einem erst bewusst wird, wenn man die kleine fotografierende Person auf der linken Seite des hinteren Bereichs erkennt.

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